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Anhang mit Literaturverzeichnis

Gospel-Kirche Maxdorf
Das ganze Programm für die Generation „Gospel“
Protestantische Kirchengemeinde Maxdorf

Kurzbeschreibung: Die Gründung eines Gospelchores veränderte die ganze Gemeinde. Seitdem findet 14-tägig ein Gospelgottesdienst statt und auch Kasualien werden mit Gospelmusik gestaltet.

Innovative, missionarische oder reformerische Idee des Projekts: Profilierung einer Gemeinde im ländlichen Raum. Besonders die Generation der 30- bis 60-Jährigen, die in vielen Gemeinden wenig vertreten sind, wird durch Gospelmusik erreicht. Für diejenigen der „Generation Gospel“, die ihre Musik im Gottesdienst wiederfinden, ist der Weg frei in eine umfassende seelsorgerliche Begleitung und Betreuung.

Ausführliche Beschreibung
Hintergrund: Gospel ist viel mehr als ein Musikstil. Gospel ist die Art, wie sich die "Generation Gospel" Kirche wünscht: Lebendig, tiefgründig, Leib- Seele und Geist ansprechende Rhythmen, Worte und Klänge. Der Stil „Contemporary Gospel“ unterscheidet sich vom Spiritual oder klassischen Gospel-Stil. Gospel sind unsere Choräle, unser Ausdruck des Glaubens, unsere Gebete, unser Dank. An Lebenskreuzungen wie Taufe, Konfirmation, Hochzeit und Beerdigung soll dem Glauben in diesem Stil und im Lebensgefühl bewegter, lebendiger, ganzheitlicher Musik Ausdruck verliehen werden. 

Vorbereitung: Der Impuls kam von den Erfahrungen des Pfarrers in Ramstein /Kaiserlautern. Eine Ami-Armee-Baptistengemeinde singt Gospel als Gottesdienst-Lieder, nicht als Konzertmusik. Einzelne Chorleiter der Agape-Faith-Baptist-Church Ramstein kamen zu uns nach Maxdorf, um auf öffentlichen Workshops in den Contemporary Gospel einzuführen. Die Profilierung unserer Gemeinde entstand durch die Kombination der Gospelmusik mit modernen Gottesdienstformen und moderner Lobpreis-Musik. Die Freiheit in Liturgie, Predigt und Lied-Erleben wirkt bis heute auf viele Menschen sehr anziehend.

Durchführung: Die Gospel-Kirche hat eine geistliche Leitung (Pfarrer), Musiker/innen (Band, Jugendband, musikalische Kinderförderung für Pop-, Soul- & Jazz-Begleitung) und Sänger/innen. Pfarrer Fröhlich leitet seit 2002 den Gospelchor "Gospel-maxX". Der Gospelchor (60 Sänger/innen) erhält seinen Nachwuchs von den Gospel-Minis (Grundschulalter; 60 Sänger/innen). Die aktiven Sänger/ innen und Musiker/innen bilden die Hauptzielgruppe der vierzehntägigen Gospel-Gottesdienste.
Der klassische liturgische Gottesdienst wird in einem schrittweisen Prozess in den Gospel-Stil umgestaltet. Vorbild sind amerikanische Gospelchöre, welche diese Musik nicht als Vortrags- oder Bühnenmusik verstehen, sondern als lebendigen Ausdruck ihres Glaubens, der weniger in Konzerten als vielmehr im wöchentlichen Gottesdienst seinen Sitz im Leben hat. Von dort aus begleiten einen die tiefgründigen Texte und eingängigen Melodien durch die Woche. Der Bedarf nach Kasual-Begleitung entsteht natürlicherweise. Wenn Chormitglieder eine Taufe wünschen, werden die bekannten Gospel-Lieder den klassischen Chorälen meist vorgezogen. Und wenn Chor- oder Gospel-Gemeindeglieder bestattet werden, erklingt ebenfalls Gospelmusik. Auch andere Gemeindeglieder - gerade diejenigen, die der Kirche fern stehen - wünschen bei Kasualien eine musikalische Gestaltung des Gottesdienstes durch den Gospel-Chor.

Nachbereitung / weitere Umsetzung: Einmal im Jahr veranstaltet die Gemeinde den Gospel-Workshop „Gospel-Power“. An ihm nehmen ca. 300 Sänger aus Gospelchören der gesamten Landeskirche teil und erhalten Schulung, Noten sowie eine Plattform zur Vernetzung.

Dauer: Seit sechs Jahren.

Arbeitsaufwand: Die Anpassung kirchlicher Angebote an den Bedarf der Generation Gospel ist für Geistliche eine Lebensaufgabe: so umfassend und so spannend.
Der Pfarrer spielt im Gottesdienst auch Keyboard.  Der Chor kommt zu wöchentlichen Proben zusammen, zehnmal im Jahr gibt er ein Konzert.

Mitarbeitende: Neben dem Pfarrer, Musiker/innen und 120 Sänger/innen viele andere (Dekorierer/ innen, Theaterspieler/ innen, Prediger/ innen, Übersetzer/ innen, Seelsorger/ innen und Köch/ innen).

Materialien: Alles, was der christliche Musikmarkt bietet.

Erfahrung / Auswertung: Bis zu 60 Sänger/innen zwischen 14 und 54 Jahren nehmen wöchentlich an den Proben des "Gospel-maxX" teil, weitere 60 Sänger/innen an den der Gospel-Minis.
Zu unserer Kirchengemeinde gehören 2500 Gemeindeglieder. Im Jahr 2001 besuchten durchschnittlich 30 Personen den Sonntagsgottesdienst. Bis heute findet jeden Sonntag der klassische Gottesdienst mit einzelnen Elementen des Gospel-Gottesdienstes statt. Er wird von durchschnittlich 150 Personen besucht. Am zweiten Sonntag des Monats findet anschließend an den 10.00 Uhr Gottesdienst um 11.15 Uhr der Gospel-Gottesdienst statt. Er wird durchschnittlich von 250 Personen besucht. Bei 30% der Taufen wird Gospel-Stil gewünscht - bei 100 % der Konfirmationen - bei 70% der Hochzeiten - bei 10 % der Beerdigungen.
Das Konzept „Gospel-Gottesdienst“ weckt großes Interesse bei anderen Kirchengemeinden. Das Konzept "Gospel-Kirche" ist als Konzept für den Gemeindetyp „Profil-Gemeinde“ hervorragend geeignet.

Rückmeldungen der Teilnehmenden und Mitarbeitenden: "Das ist MEINE Kirche! So will ich meinen Glauben leben!"

Tipps für Nachahmer/innen: Viel abschauen, klauen, rumfragen, aber auch mutig neu erfinden. Eine deutschlandweite Plattform "Gospel-Kirche" ist im Entstehen!

Links / Homepage:
http://www.christuskirche-maxdorf.de/
http://www.gospel-maxx.de/
http://www.gospel-power-maxdorf.de/
http://www.gospel-minis-maxdorf.de/

Ansprechpartner:
Pfarrer Stefan Fröhlich, Protestantische Kirchengemeinde Maxdorf
Lambsheimer Straße 10, 67133 Maxdorf, Tel. 06237/7844
pfarramt.maxdorf@evkirchepfalz.de


Heavenly Sounds
Verein zur Förderung der Popularmusik in der Kirche

Kurzbeschreibung: Ein Verein unterstützt Gemeinden bei der Aufnahme der Popularmusik in ihr gemeindliches Leben durch Vernetzung der Gemeinden und Unterstützung bei Veranstaltungen wie Workshops und Konzerten.

Innovative, missionarische oder reformerische Idee des Projekts:
Ein Verein vernetzt Gemeinden miteinander und schafft zur Förderung des Gemeindelebens in einem bestimmten Bereich Strukturen, die quer zur Organisation der Kirche stehen. Dabei werden Grenzen von Landeskirchen und Konfessionen überschritten. Popularmusik über das moderne Liedgut im Gesangbuch hinausgehend in das Gemeindeleben aufzunehmen, ist ein wichtiger Schritt, um andere Milieus und Altersgruppen als die traditionellen zu erreichen.

Hintergrund: Popularmusik in ihren verschiedenen Formen ist aus den Gemeinden und Gottesdiensten heute nicht mehr wegzudenken. Die zahlreichen alternativen Gottesdienstformen und Bemühungen um Popularmusik wurden in den letzten Jahren eher wenig wahrgenommen, kirchenmusikalische Haushaltsmittel standen (fast) nicht zur Verfügung. Bei Haushaltsberatungen und Perspektiventwicklungen im Kirchenbezirk kamen weder die Popularmusik noch besondere Gottesdienstprojekte als Ausdrucksformen kirchlicher Arbeit besonders in den Blick.
Vorbereitung: Vertreter der Evangelischen Jugend, interessierte Musiker und Mitarbeiter aus Gemeinden suchten nach Wegen, der Popularmusik mehr Aufmerksamkeit im Raum der Kirche zu verschaffen. Eine Vereinsgründung erschien die geeignete Maßnahme. Diese erfolgte im Mai 2008. Gründungsmitglieder waren zehn Personen aus verschiedenen Gemeinden und der Evangelischen Jugend Pforzheim:
Bezirksjugendreferent, Jugendpfarrer, Kirchenälteste, Tontechniker und Musiker.
Durchführung:  Der Verein
•     pflegt einen Veranstaltungskalender von Gottesdiensten und Konzerten mit christlichem Pop, Rock und Gospel (im Internet und als Flyer mit Halbjahresprogramm)
•     fördert Vernetzung und Kontaktpflege
•     bietet Fortbildungen, Seminare, Workshops und Coaching für Band, Gesang, Musiktheorie, Tontechnik usw. an bzw. fördern entsprechende Angebote
•     vermittelt Referenten
•     vermittelt Musiker und Ensembles für Gottesdienste und Konzerte
•     bietet aus dem Instrumenten- und Materialpool der Mitglieder Unterstützung für Gottesdienste und sonstige Veranstaltungen an
•     fördert Anschaffungen, Konzertprojekte und Fortbildungsmaßnahmen.

Nachbereitung / weitere Umsetzung: Bei den Vorstandssitzungen und der jährlichen Mitgliederversammlung werden die Zwischenstände (Mitgliederzahlen, Gottesdienstreihen, Ensembles, Mitwirkende und Veranstaltungsbesucher) ausgewertet, neue Programmschwerpunkte überlegt und neue Ziele gesetzt.

Dauer: kontinuierlich seit Mai 2008.

Arbeitsaufwand: für den Geschäftsführer ca. sechs Wochenstunden; für die Vorstände jeweils etwa eine Wochenstunde; daneben die Zeit in den jeweiligen Projekten.

Mitarbeitende: im Vorstand sieben Personen, in den Projekten (Bands, Gottesdienstprojekte usw.) sind es im März 2010 700 Personen

Erfahrung / Auswertung: Die Wahrnehmung popularmusikalischer Aktivitäten ist in der Region deutlich gestiegen. das gemeinsame Label "heavenly sounds" verbindet die unterschiedlichen Gemeinden und Gruppen. Viele stellen ihre eigenen Angebote unter das gemeinsame Markenzeichen. Es gibt Synergieeffekte, weil Besucher einer Veranstaltung auf andere Angebote aufmerksam werden.
2009 kamen zu über 700 Veranstaltungen mit insgesamt 14.000 Besuchern bei eigenen Veranstaltungen und insgesamt 22.000 Besuchern (incl. Fremdveranstaltungen).
Im Kirchenbezirk Pforzheim-Stadt erhält 2011 erstmals die Popularmusik Mittel aus dem Kirchgeld. In der neuen kirchenmusikalischen Konzeption werden den Gemeinden gewisse finanzielle Spielräume eröffnet, welche sie für Popularmusik nutzen können (Honorare, Sachkosten, Anstellung von Bandleitern usw.).
Der Verein begann mit vier Pfarrgemeinden, im März 2010 waren es 19. Die Zahl der Sponsoren konnte von drei auf 20 gesteigert werden. Hinzu kommen 25 Einzelmitglieder.

Rückmeldungen der Teilnehmenden und Mitarbeitenden: Die Internetplattform und der Flyer überzeugen immer mehr Gemeinden, Einzelpersonen, Jugendwerke und Sponsoren, das Projekt zu unterstützen.
Links / Homepage: http://www.heavenlysounds.de/

Ansprechpartner:
Pfarrer Dr. Torsten Sternberg
(2. Vorsitzender von heavenly sounds - Popularmusik in der Kirche e.V.)
Carl-Schurz-Str. 72, 75180 Pforzheim, Tel.: 07231/71760, Fax: 07231/765176
E-Mail: torsten.sternberg@sonnenhofgemeinde.de

Dieser Verein ist ein absolutes Highlight für die Verbreitung der Popularmusik, man wünschte sich in anderen Gegenden Deutschlands ähnliche Aktivitäten!


GottesdienstExperiment.de

Wir gestalten gemeinsam mit dir einen Gottesdienst in deinem Stil: deine Themen, deine Musik, deine Kreativität gepaart mit Ansprachen und Gebeten. Bei allem kannst du deine Wünsche und Ideen mit einbringen. Dabei wirst du mit engagierten Leuten, die das Gleiche wollen, in Kontakt kommen.

Schritt 1: Zutaten
Wir sammeln auf dieser Homepage die Themen, die dich und mich bewegen. Außerdem suchst du dir aus, in welchem Bereich du dich gerne einbringen möchtest. Egal, worauf du Lust hast: Musik, Theater, Video, etc. Bei uns kannst du’s machen. Egal, ob du ein Profi bist oder ein absoluter Beginner. Du bist willkommen!

Schritt 2: Labor
Sehen werden wir uns dann alle beim nächsten Kennenlerntreffen in der Eben-Ezer Gemeinde. Da werden wir dann gemeinsam eins der meistgewünschten Themen für das erste Experiment auswählen, Ideen austauschen und dann wird’s richtig kreativ!

Du gehst in den Bereich, den du dir ausgesucht hast. In den folgenden Wochen trifft sich dein Bereich dann, wann es euch am Besten passt, um euren Teil des Gottesdienstes (z. B. das Video, die Musik, die Raumgestaltung) dem Thema und euren persönlichen Ideen und Vorstellungen entsprechend auszuarbeiten.

Schritt 3: Experiment
Was dabei entsteht? Keine Ahnung. Wir wissen ja noch nicht, was dich bewegt und was du dir von einem Gottesdienst wünschst. Wir werden es gemeinsam am  beim nächsten Gottesdienstexperiment erfahren.

Es folgt ein Mitmach-Formular.

Diese Gemeinde nutzt das Internet als Einstieg für ihre alternativen Gottesdienste. Sehr professioneller Auftritt für eine lebendige Gottesdienstgestaltung der Eben-Ezer-Gemeinde in Berlin.

 

FREIRAUM Bonn - celebrations

Wir kommen jeden Sonntag zusammen, um Gott zu feiern. Gute Musik, alltagsrelevante Predigt, kreative Elemente, nette Leute, vor und nach dem Programm in der Lounge viel Raum für Gemeinschaft...
Vielleicht mag für dich manches neu oder etwas ungewohnt sein - darum wollen wir dir einige Informationen über den Ablauf geben, damit du, wenn du uns besuchst, dich auch schnell wohl fühlen kannst.
Eine dreiviertel Stunde vor Beginn des Programms ist Einlass, also um 10.45 h. Hier kann man schon mal Leute kennen lernen, in Ruhe frühstücken und eben einfach entspannt ankommen.
Um 11.30 h startet das Programm dann mit einem Countdown...

* Videoinfoclips und die Begrüßung.
Die Eingangsphase dient dazu, dass du dich auf die celebration einstimmen kannst.

* Live-Musik zur Anbetung Gottes.
Hier wird Gott gefeiert. Die taz drückte es Anfang April 2008 so aus: „50 junge Menschen stehen vor der Bühne, klatschen wild in die Hände und wiegen die Hüften hin und her. Einige strecken eine Hand in die Höhe - manche jubeln - und der Sänger ruft: Jesus, es ist so krass, dass du da bist!“

* Kreativteil.
Hier findet man immer etwas anderes, was dich auf das jeweilige Thema vorbereitet, wie Theater oder Videoclips. Eindrücke unter:
http://www.youtube.com/user/FreakingRobot.

 * Predigt.
Unter Predigt verstehen viele Leute etwas Negatives. Wir werden dich vom Gegenteil überzeugen! Kostproben unter http://www.frbn.de/media/podcasts.html.

* Lounge: Snacks und Gespräche.
Nach dem Programm gibt es wieder die Möglichkeit zu Gesprächen und Gemeinschaft bei kleinen Snacks. Die Lounge ist meistens bis mindestens 15h geöffnet.

Eine celebration ist schwer zu beschreiben, du musst sie einfach erleben! JEDER ist willkommen, ob du nun auf einer Reise mit Gott bist oder nicht...

Sehr professioneller Internetauftritt, der das ganze Programm dieser Gemeindeneugründung vorstellt. Die Gottesdienste wurden früher monatlich in einem Kino durchgeführt, inzwischen gestaltet Freiraum Bonn jeden Sonntag unter dem Stichwort „celebration“ einen Gottesdienst für Kirchendistanzierte. Der Gottesdienst ist eingebettet in eine Lounge, die Möglichkeit zum Austausch, Essen und Trinken und Kommunikation über Gott und die Welt bietet.
Internet: FreiRaum-Bonn.de

 

Der Etwas Andere Gottesdienst

Anknüpfend an die Tradition der etwas anderen Christvesper in Pesterwitz wollen wir zur Regel machen, dass viermal jährlich "DEAGo" - der etwas andere Gottesdienst stattfindet. Angeregt durch die zunehmende Berichterstattung von „Profilgemeinden“ haben wir versucht, ein Konzept für einen Gottesdienst zu entwickeln, der aus dem üblichen Rahmen fällt. Mit erhöhtem Aufwand soll ein attraktiver Gottesdienst gestaltet werden, der in seiner Form nur wenig mit dem regelmäßigen Gottesdienst zu tun hat, inhaltlich aber trotzdem alle wesentlichen Punkte eines Gottesdienstes enthalten soll.
Die Gottesdienste werden unter ein bestimmtes Thema gestellt und danach konzipiert. Dazu laden wir namhafte Referenten ein und lassen uns durch Moderatoren durch die Veranstaltung führen. Natürlich wollen wir die Zuhörer auch musikalisch verwöhnen, indem besondere Gäste klingende Höhepunkte setzen werden, z.B. Jugendchöre, Bands oder bekannte Orgelspieler. Das gemeinsame Singen von modernen und beliebten Liedern, mit denen wir Gott loben und anbeten, wird ebenfalls nicht zu kurz kommen.
Nach dem Gottesdienst soll bei einem kleinen Imbiss Gelegenheit zur Begegnung miteinander sein.
Internet: DeaGo.de


kreuzundquer Bruchhausen-Vilsen
  
kreuzundquer ist ein übergemeindlicher und überkonfessioneller Gottesdienst. Er versteht sich als ergänzendes Angebot zu bestehenden Gottesdiensten in der Region Hannover und Bruchhausen-Vilsen.

Der Mann am Kreuz, Jesus Christus, steht im Mittelpunkt all dessen, was im Gottesdienst geschieht. Die Art und Weise, wie wir Gottesdienst feiern, steht vielfach quer zu den Erfahrungen, die Menschen bisher mit Gottesdiensten gemacht haben.

kreuzundquer richtet sich besonders an Menschen, die bisher keine Gottesdienste besuchen oder sich Gottesdienste in "anderer Form" wünschen.

Unter dem Motto „frisch und fröhlich“ möchte der Gottesdienst kreuzundquer einen weiten und offenen Raum bieten, in dem Menschen Gott begegnen können. Wir fragen, wie Gott die Geschichte unseres Lebens schreiben und mit und durch uns diese Welt gestalten will.

Musik, Theater, Interview und Ansprache sind die bestimmenden Elemente des kreuzundquer – Gottesdienstes.

kreuzundquer – der andere Gottesdienst an jedem 2. Freitag des Monats um 19 Uhr in der Kirche zu Vilsen (Bruchhausen-Vilsen)

 

 

ChurchSound
Rockmesse & Workshop für Bands & Chöre, Jugendarbeit & Schule

Eine jugendgerechte Messfeier ist ein Unternehmen, das Spannungen in sich tragen und Geschmacksgeister scheiden kann. Was will man vermitteln? Was kommt bei den Jugendlichen an? Wie kann man gewährleisten, dass eine moderne Gestaltung gottesdiensttauglich bleibt?

Unter dem Motto "Kirchenmusik modern, liturgisch einwandfrei und für Chöre und Kirchenmusiker benutzerfreundlich" hat die Junge Kirche Vorarlberg eine Doppel-CD ChurchSound - Rockmesse & Workshop für Bands & Chöre, Jugendarbeit & Schule produziert. Diese besteht aus zwei Teilen:

1. Audio-CD, die zehn auf liturgischen Texten basierende moderne Lieder für den katholischen Gottesdienst anbietet.
2. Workshop-CD-ROM mit umfangreichem Material für die Arbeit mit der Band, mit dem Chor oder mit den Jugendlichen: Texte & Akkorde, Noten & Chorsätze, Akustische Versionen, Playbacks & Halbplaybacks, Information und Stoff um weitere Tonträger zu erstellen, Optionale Strophen in Englisch oder Deutsch, Multimedia-Material, Tipps und Tricks zur Organisation einer Rockmesse, Technisches Know-How, Alternative Intros für den Gottesdienst.

Mit dieser Fülle an Material ermöglicht die CD den MusikerInnen sehr frech und jugendlich, trotzdem inhaltlich hoch qualitativ, die Gottesdienstbesucher mit der Feier der Liturgie vertraut zu machen. Egal ob ein Solo-Musiker eine rockige, melodische Nummer für die Messe sucht, oder eine ganze Band für die Gestaltung engagiert wurde, ist diese CD ist eine dankbare Quelle für vielfältige Anwendung. Auch Lehrer finden hier nützliches Unterrichtsmaterial und Chöre moderne Songs, die bei den Gottesdienstbesuchern ein spontanes Mitklatschen und Bewegung hervorrufen. Tipps und Tricks auf dieser CD helfen eine moderne Rockmesse vorzubereiten, die aus dem Tiefgang der Tradition schöpft.

Was will ChurchSound?
ChurchSound möchte: Die Zeichen der Zeit erkennen, neue Wege der Kirchenmusik eröffnen und Ideen für die Gottesdienstgestaltung anbieten.
ChurchSound bietet: Audio CD und Playbacks, Akustische Versionen und Übungstracks, CD-ROM mit umfangreichem Material und Tipps zur Vorbereitung einer Rockmesse.
ChurchSound ist: Wertvoller Inhalt der Liturgie verpackt in einem neuen Sound von heute, mit singbaren Refrains auf Deutsch und gut verständlichem Englisch.
ChurchSound für: Chöre und Solisten, Bands oder Jugendgruppen, bzw. Schulklassen, die gemeinsam mit der Pfarrgemeinde die Eucharistiefeier zeitgemäßer umrahmen wollen.

Wie konkret kann man mit der Workshop-CD-ROM arbeiten?
Die ChurchSound Workshop-CD ist als eine Offline-Homepage konzipiert, die auch ohne Internetzugang funktioniert. Sie ist für Kirchenmusiker, Lehrer, Chöre, Bands oder Jugendgruppen als Arbeitsmaterial und Inspiration gedacht.

• Bands: Anhand der Übungstracks für einzelne Instrumente, der Texte und der Akkorde die Gestaltung des Gottesdienstes übernehmen.
• Chöre: Mit den Noten und Chorsätzen ein Neuland der liturgischen Rockmusik betreten, ob mit oder ohne voller Bandbesetzung: Möglichkeit eine Akustik-Versionen-CD zu erstellen.
• Solisten: Eine ChurchSound-Playback-CD zum Üben oder für einen Gottesdienst brennen.
• Pfarrgemeinde: Zu jedem Lied gibt es Text- und Hörbeispiele, wie man durch eine Einleitung die Menschen im Gottesdienst zum Mitsingen motivieren kann.
• Schule: Ob im Religionsunterricht, in Musik- oder Englischstunde: die ChurchSound Songs und die entsprechenden Materialien (Texte, Noten, Overhead-Folien, Karaoke-Versionen) eignen sich als eine gute Abwechslung, als ein Einstieg in ein Thema, als Beispiele der modernen christlichen Musik, bzw. zur Vorbereitung eines Schulgottesdienstes.
• Organisatorisches: Kommunikationskonflikten vorbeugen, Videowall und Projektionsdateien richtig einsetzen, Sound- und Lichttechnik gut vorbereiten.
• Gottesdienst: Tipps, wie man den wertvollen Glaubensinhalten eine moderne Form gibt und eine inhaltliche Begründung, warum Rock im Gottesdienst Platz hat.
• Individuell: Die Lieder sind variabel. Durch Alternativstrophen kann man selbst entscheiden, ob das jeweilige Lied zur Gänze auf Englisch oder auf Deutsch, bzw. gemischt gesungen werden soll.

In Deutschland über info@wortimbild.de für 25 € zu beziehen. Dieses Projekt ist so einzigartig gut, dass man ins Schwärmen kommt!



Jugendkirchen

„Die in den letzten Jahren an vielen Orten entstandenen Jugendkirchen wollen Jugendkultur bzw. jugendliche Lebensthemen mit dem Evangelium in Beziehung setzen.
- Jugendkirchen als ‘räumliches Angebot’ bieten Jugendlichen einen sakralen Raum (eine alte Kirche beispielsweise) zur Aneignung und setzen dabei auf die ‘spirituelle Sprache des Raumes’ ebenso wie auf inhaltliche, von Jugendlichen mitgestaltete Angebote.
- Jugendkirchen als ‘Jugendgemeinden’ sind oft aus Jugendgottesdiensten entstanden und legen den Fokus auf die Entwicklung einer geistlichen geprägten Sozialgestalt und das Beziehungsnetz einer ‘jungen Gemeinde’, die sich um den Gottesdienst zentriert, aber auch weitere vielgestaltige Formen von Gemeinde (Hauskreise, Bibelstudium, Gebetskreise, diakonische Arbeitskreise etc.) einschließt.
- Jugendkirchen als ‘missionarische Gemeindegründungen’ sollen in säkularisiertem Umfeld Gemeinde aufbauen und entwickeln sich von einem eher auf junge Menschen konzentrierten Angebot hin zu altersgemischten Gemeinden.“
(Kirche und Jugend, S. 49)


Gottesdienst für eine Restkirche

„Die Kommunikation ist getragen von dem, was der Pfarrer sagt. Die Teilnahme besteht nach dem Kommen dann vorwiegend im Hören der Worte und der Orgelmusik. Der Pfarrer als Sprecher und die Teilnehmer als Zuhörer ergeben eine asymetrische Kommunikation mit einbahniger Gerichtetheit des Redestroms. Eine Ausnahme bildet der gemeinsame Gesang, das Mitbeten des Vater unser... Erkennbares Reagieren auf Predigtworte oder Gebete war nicht feststellbar. Die Leute erwartet hier nichts Neues und nichts Außerordentliches... Die Leute hier wissen, daß sich Unruhe und störendes Verhalten in der Kirche nicht gehören.... Es ist eine äußerst ergebene und gewohnheitsmäßige Zuhörerschaft. Fröhlichkeit und Lebendigkeit werden erst sichtbar im Aufbruch zum Hinausgehen nach Ende der Liturgie.... Ein Beobachter hat festgestellt, daß außer dem Pfarrer und dem Küster unter den Besuchern nur ein Mann war. Den Großteil machen die Frauen aus, ein Drittel der Anwesenden sind Kinder..... Manche sind das gewohnt und finden sich damit ab, daß nicht mehr kommen.... Man kann schließlich die Dürftigkeit in Bezug auf die Kommunikationsstruktur feststellen.....Unter sehr bescheidenen liturgischen Zeichen bei einem Minimum an Zeichen der Beteiligung bleibt dieser Vorgang eine Ein-Mann-Handlung mit Zuhörern bzw. Zuschauern, die gelegentlich etwas mitsingen. Offensichtlich entspricht dies auch den Erwartungen dieser Gruppe von Getreuen. Kommen andere deshalb nicht, weil diese Form sie nicht berührt, ja sie abstößt? Stünden für andere Besucher andere Gottesdienstformen bzw. Kommunikationstypen zur Verfügung? Würde eine kommunikativere Liturgie die jetzt Anwesenden enttäuschen und vertreiben? Das sind die Fragen über die Veränderbarkeit des Rahmens und die Erweiterbarkeit von Performanz und Kompetenz.“
(Herbert Muck, Die Rezeption einer Dorfliturgie, in: Zeichen, Semiotik in Theologie und Gottesdienst. Hrsg. von Rainer Volp, München/Mainz, 1982, S. 279ff)

Aus der Analyse eines Gottesdienstes, der 1981 gehalten wurde!
Hat sich seit dieser Beschreibung etwas Wesentliches in unseren Gottesdiensten geändert?



Bericht über die Befragung „Singen im
Gottesdienst“ in idea


Paderborn (idea) – Die meisten Kirchgänger singen lieber Choräle oder traditionelle Geistliche Lieder als moderne Anbetungssongs. Das geht aus einer Studie der Universität Paderborn über das Singen im Gottesdienst hervor. Sie wurde von der Liturgischen Konferenz der EKD in Auftrag gegeben und am 8. Februar vorgestellt.
 
75 Prozent der 4.644 Befragten singen gerne die alten Klassiker, aber auch Lieder von meist volkskirchlich geprägten Komponisten aus dem 20. Jahrhundert. Auch Liturgische Gesänge stehen mit 67 Prozent hoch im Kurs. Dagegen singen nur 46 Prozent gerne Lieder aus der ökumenischen Gemeinschaft von Taizé (Burgund/ Frankreich) und fremdsprachige Texte. 30 Prozent mögen moderne Anbetungslieder, die meist aus der evangelikalen Bewegung stammen. Jüngere Kirchgänger bis zu 30 Jahren ziehen jedoch fremdsprachige und Neue Geistliche Lieder den Chorälen vor. Je älter die Befragten sind, desto mehr nimmt die Freude an fremdsprachigen Texten ab. Von den 70- bis 79-Jährigen können sich nur fünf Prozent mit solchen Liedern anfreunden, bei den Über-80-Jährigen sind es drei Prozent. Als Begleitung werden vor allem Orgel, Klavier oder Keyboard bevorzugt.

Ältere singen lieber als Jüngere
Je älter die Gottesdienstbesucher sind, desto lieber singen sie im Gottesdienst mit. Am größten ist die Begeisterung bei den 70- bis 79-Jährigen. Zudem singen Frauen lieber mit als Männer. Mehr als zwei Drittel (68,5 Prozent) der Befragten gab an, immer im Gottesdienst mitzusingen. Jeder Vierte (24,3 Prozent) tut das meistens. Selten oder nie singen 5,9 Prozent bzw. 1,2 Prozent. Außerhalb der Kirche ist die Freude am Gesang weniger ausgeprägt: 53 Prozent singen bei Familienfesten, 50 Prozent mit den Kindern und 44 Prozent trällern im Auto. In der Badewanne oder Dusche singt gut jeder Fünfte (21 Prozent). Für die meisten ist der Gesang wichtig (43 Prozent) oder sehr wichtig (42 Prozent). Nur 8,6 Prozent gaben an, ungern zu singen. Fast zwei Drittel (64,8 Prozent) hält seine Stimme zudem für gut oder sehr gut.

Mehr Sangesfreude in der Kirche
Die Verfasser weisen darauf hin, dass die Studie nicht repräsentativ für alle Kirchgänger sein kann: „Möglicherweise haben nur die besonders motivierten Gottesdienstbesucher geantwortet.“ Allerdings könne man aus der Erhebung ablesen, dass die Motivation, im Gottesdienst mitzusingen, stärker sei als vermutet. Die Sangesfreude sei bei den Befragten offenbar deutlich ausgeprägter als im Durchschnitt der Bevölkerung. Zum Vergleich verweisen die Autoren auf eine Studie des evangelischen Monatsmagazins „Chrismon“ aus dem Jahr 2007: Dort gaben die meisten (48 Prozent) an, im Auto zu singen. Das Singen im Gottesdienst landete mit 34 Prozent auf Platz drei hinter dem Singen mit Kindern (41 Prozent). Die Autoren der aktuellen Studie ermutigen dazu, die Vorlieben der jüngeren Generation (Rock, Pop usw.) bei der Gottesdienstgestaltung mehr zu berücksichtigen. Die Ausbildung von Kirchenmusikern sollte ein breites Spektrum an Musikstilen abdecken.




Junge Besucher mögen lieber moderne
Musik in der Kirche (epd)


Paderborn (epd). Beim Musikgeschmack der Gottesdienstbesucher gibt es offenbar große Unterschiede zwischen den Generationen. Während jüngere Gläubige die neue geistliche Musik bevorzugten, seien bei älteren Christen über 50 Jahren die Choräle beliebter, sagte der Musikwissenschaftler Heiner Gembris am Montag in Paderborn bei der Vorstellung einer bundesweiten Studie. Der Musikprofessor plädierte deshalb dafür, neue geistliche Musik und Gospel stärker bei der Ausbildung von Kirchenmusikern zu berücksichtigen.
Gembris stellte zusammen mit seinem Mitarbeiter Andreas Heye eine neue Studie zum Thema "Singen im Gottesdienst" vor. Mit rund 4.600 ausgewerteten Fragen handele es sich um eine der bundesweit größten Umfragen zum Singen, erklärte die Universität. An der Umfrage im Auftrag der Liturgischen Konferenz der Evangelischen Kirche in Deutschland hatten sich Gottesdienstbesucher im Alter von 12 bis 97 Jahren beteiligt.

Nach Ansicht der Wissenschaftler zeigt die Studie, dass die Motivation im Gottesdienst zu singen, "besser als erwartet ist". Von den im Dezember 2008 Befragten gaben knapp 70 Prozent an, immer im Gottesdienst mitzusingen, mehr als 24 Prozent tun es immer noch "meistens". Dabei gelte: "Je älter die Menschen sind, desto häufiger wird im Gottesdienst mitgesungen". Frauen singen der Umfrage zufolge öfter mit als Männer.

Die Gottesdienstbesucher machen das Mitsingen den Angaben zufolge auch davon abhängig, ob sie Lieder kennen oder mögen. Diejenigen, die allgemein gerne singen und von ihren stimmlichen Fähigkeiten überzeugt sind, beteiligen sich auch im Gottesdienst häufiger am gemeinsamen Gesang. Die befragten Gläubigen plädierten auch dafür, dass die Lieder von Instrumenten begleitet werden. An erster Stelle steht dabei immer noch die Orgel. Jüngere Gottesdienstbesucher bis 30 Jahren bevorzugten jedoch die Instrumente Klavier, Gitarre oder Keyboard, betonte der wissenschaftliche Mitarbeiter Heye. "Playback" lehnten die meisten der Befragten eindeutig ab.

Gembris räumte ein, dass die Studie nicht repräsentativ für alle Gottesdienstbesucher sei. Die ausgefüllten Fragebögen stammten zu 54 Prozent aus dem Gebiet der Evangelischen Kirche im Rheinland und zu 28 Prozent aus der Evangelischen Kirche von Westfalen. Aus dem Osten Deutschlands und aus Bayern habe es kaum Rückmeldungen geben. Zudem war das Bildungsniveau der Teilnehmer der Studie sehr hoch - 30 Prozent hatten einen Hochschulabschluss. Und es beteiligten sich deutlich mehr Frauen (65,1 Prozent) als Männer.

Internet: www.uni-paderborn.de


Oh, happy Hallelujah
Bundesweite Studie über Singen im Gottesdienst

Beim Musikgeschmack evangelischer Gottesdienstbesucher gibt es offenbar große Unterschiede zwischen den Generationen. Während jüngere Gläubige die neue geistliche Musik bevorzugten, sind bei Christen über 50 Jahren die Choräle beliebter.
Ein nasskalter, nebliger Sonntagmorgen in dem kleinen Ort Haltern am See, nördlich des Ruhrgebiets: Die Gläubigen sitzen in dicken Winterjacken und Schals auf den Holzbänken der evangelischen Erlöserkirche. Die Reihen sind mit rund 80 Menschen gut gefüllt, die Orgel spielt Lied 591: „Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht, es hat Hoffnung und Zukunft gebracht.“ Deutlich ist die Stimme von Pfarrer Karl Henschel zu hören, auch der ehemalige Presbyter Bernhard Abendroth singt kräftig mit.
„Das Singen gehört zur Liturgie“, sagt er bestimmt. Doch sonst haben nur wenige Gottesdienstbesucher Gesangbücher in der Hand, viele Münder bleiben geschlossen. Über das scheinbar mangelnde „Singen im Gottesdienst“ machte sich auch die Liturgische Konferenz der Evangelischen Kirche in Deutschland Gedanken und gab eine Studie in Auftrag, deren Ergebnisse jetzt vorliegen.
Im Advent 2008 ließen die Institute für Begabtenforschung in Musik und für Evangelische Theologie an der Universität Paderborn Fragebögen an Gottesdienstbesucher verteilen. Mehr als 4.600 konnten sie schließlich auswerten.
Zwei der wichtigsten Ergebnisse: Die Motivation, im Gottesdienst zu singen, ist „besser als erwartet“, erklärt der Musikwissenschaftler Heiner Gembris. Und: Beim Musikgeschmack gibt es offenbar große Unterschiede zwischen den Generationen. Während jüngere Gläubige die neue geistliche Musik bevorzugten, ein wenig mit Rock und Pop vermischt, seien bei älteren Christen über 50 Jahren die Choräle beliebter.

„Je älter die Menschen, desto häufiger wird mitgesungen“
Von den Befragten im Alter von zwölf bis 97 Jahren gaben knapp 70 Prozent an, immer im Gottesdienst mitzusingen, mehr als 24 Prozent tun es immer noch „meistens“. Dabei gelte bis zu einem Alter von 70 Jahren: „Je älter die Menschen sind, desto häufiger wird im Gottesdienst mitgesungen.“ Unterschiede auch zwischen den Geschlechtern: Frauen singen öfter mit als die Männer.

Allerdings ist die Studie nicht repräsentativ. Diejenigen, die antworteten, sind überdurchschnittlich gebildet - 30 Prozent haben einen Hochschulabschluss - und in der Mehrheit Frauen (65 Prozent). Außerdem stammen die meisten ausgewerteten Fragebögen aus dem Gebiet der Evangelischen Kirche im Rheinland (54 Prozent) und aus dem Gebiet der Evangelischen Kirche von Westfalen (28 Prozent). Kaum Rückmeldungen kamen aus dem Osten Deutschlands oder aus Bayern.

Dass fast 70 Prozent der Gottesdienstbesucher mitsingen, lässt sich jedenfalls in der Halterner Erlöserkirche nicht beobachten. Pfarrer Karl Henschel hat vielmehr festgestellt, dass das Singen gerade mit den jungen Konfirmanden schwieriger geworden ist - „trotz oder gerade wegen der ständigen Sing- und Casting-Shows im Fernsehen“. Das Motto scheint bei den Jugendlichen zu sein: „entweder perfekt oder gar nicht“.

Mehr swingende, poppige oder rockige Töne
Dabei gibt sich die Halterner Organistin Sung-Jin Suh größte Mühe, gerade die Konfirmanden für Musik und Singen zu begeistern. „Wir üben gemeinsam vor der Orgel die Lieder ein“, erzählt sie. Nach ihrer Erfahrung richtet sich das Mitsingen auch sehr stark nach der Art des Gottesdienstes, bei Taufen oder Konfirmationen klinge der Gesang der Angehörigen schon mal kräftiger.

Damit gerade junge Menschen der Kirche als Sänger erhalten bleiben, sollte nach Ansicht von Gembris die neue geistliche Musik stärker bei der Ausbildung von Kirchenmusikern berücksichtigt werden. Denn junge Menschen mögen mehr swingende, poppige oder rockige Töne als getragene Choräle. „Diese unterschiedliche Präferenz sollte Konsequenzen für die Gestaltung des Liedrepertoires in den kommenden Jahren haben“, regt Gembris an.

Natürlich bleibt es auch sinnvoll, das Singen regelmäßig in den Gemeinden zu üben. Denn die Studie zeigt: Wer von seinen stimmlichen Fähigkeiten überzeugt ist, der singt auch lieber mit.
(Michael Ruffert / epd)



Leserbrief: Zielgruppen beachten
zum Bericht Kirchgänger bevorzugen Choräle in Idea Nr. 6/2010, S.9

Nachdem wir drei verschiedene Berichte mit völlig unterschiedlichen Akzentuierungen über die gleiche Befragung dokumentiert haben, hier noch ein Leserbrief. Er belegt einerseits den nichtrepräsentativen Charakter der Befragung (den die Iniatoren ja bereits „ungefragt“ zugegeben haben!) und zeigt andererseits die fragwürdige Rezeption der Befragung in den Medien. Mit einer falsch angelegten Befragung macht jeder, was er will und es kommt zur altbekannten Steigerung: Lüge, Betrug, Statistik. So wird kein Zukunftskonzept draus!
Hervorhebungen von mir.

„Überrascht es wirklich, dass die Menschen, die einen Gottesdienst regelmäßig besuchen im Großen und Ganzen auch zufrieden mit seiner traditionellen Ausprägung sind? Aufschlussreicher wäre, die zu befragen, die trotz Kirchenmitgliedschaft normalerweise nicht im Gottesdienst sind. Mit Hilfe eines Fragebogens wollte ich deshalb überprüfen lassen, wie zufrieden Schüler der 10. und 11. Klassen mit einem evangelischen Gottesdienst sind. Die deutlichste Unzufriedenheit wurde stets bezüglich des Musikstils geäußert. Sofern Anbetungschorusse bei Schülern bekannt sind, führen sie eindeutig, ansonsten Gospel-Musik. Natürlich wäre es ebenso einseitig, wenn unsere Gottesdienste sich ähnlich ausschließlich am Geschmack des Schüleralters orientieren wie derzeit am Empfinden sehr traditionsbewusster, älterer Menschen. Deshalb habe ich auch die Eltern von Schülern und Konfirmanden befragt. Interessanterweise stimmen deren Ergebnisse mit denen der Schülerbefragung fast vollständig überein. Dies bestätige sich, als es mir gelang, eine besonders gut eingespielte, vierköpfige Band zur musikalischen Mitgestaltung des Konfirmationsgottesdienstes mit Anbetungsliedern zu gewinnen – nach einem Stil, den man als Classic Rock bezeichnen könnte. Die Konfirmanden zeigten ihre Anerkennung nonverbal, aber unmissverständlich. Die Familienangehörigen und Gäste – vor allem diejenigen, die keinen weiteren Bezug zum Gemeindeleben hatten – brachten ihre Überraschung in geradezu überschwänglichen Lob zum Ausdruck: ,,Dass haben wir in der Kirche noch nie erlebt!“ Der Unterton dieser Äußerung war nicht Empörung, sondern Freude. Einmal fragte ein Konfirmandenvater spontan, ob er in eine solche Band einsteigen und so auch beim Gottesdienst mitmachen könne. Ich hatte ihn vorher nie im Gottesdienst gesehen. Ich wage die kühne Behauptung: Wenn uns das Umfrageergebnis der EKD-Studie dazu bringt, die musikalische Einseitigkeit beruhigt weiter zu pflegen, dann nehmen wir auch in Kauf, dass Gottesdienste nicht Lust auf mehr machen, sondern der Masse unserer Bevölkerung klar verdeutlichen, warum sie ganz bestimmt nicht mehr wollen. Die Botschaft der lebensverändernden Begegnung mit Jesus Christus gehört eingekleidet in ein ansprechendes kulturelles Ambiente – zugeschnitten auf die jeweils anvisierte Zielgruppe.
Ole Dost, Pfarrer und Religionslehrer, 88260 Argenbühl


Künstlerhandbuch
der christlichen Kulturszene


2010 erschien das 18. Promikon Künstlerhandbuch von Christoph Buskies. Dieses Handbuch gibt es gegen eine Schutzgebühr von 7,50 € bei Promikon, Weierwies 8, 35753 Greifenstein, mail@promikon.de oder über die Homepage www.promikon.de zu bestellen. Das Handbuch erscheint alle zwei Jahre und stellt die wichtigsten in Deutschland verfügbaren Künstler der verschiedenen Kultursparten vor. Es ist nicht nur für die Gemeindearbeit interessant, sondern auch besonders für Gemeindeübergreifende Events, Konzerte, Workshops und Gottesdienste. Es enthält zusätzlich Veranstaltertipps, hat Service-Seiten für Sound und Medien etc. Eigentlich ein „Muss“ für jeden aus der kreativen, christlichen Szene. Hier sind alle Musikstile versammelt von Liedermachern bis zu HipHop und „Kontemplatief“.


Weitere Literatur

Viele der Bücher die ich zitiert oder verwendet habe sind nur noch über das Internet zu haben, da ich mein Kreativkonzept über Jahre entwickelt, aber bisher noch nicht veröffentlicht habe. Ich nenne Ihnen trotzdem die Titel, da es sich teilweise um wirkliche Klassiker auf ihrem Gebiet handelt. Die Grundprobleme der Kommunikationsforschung haben sich in den letzten Jahrzehnten nicht grundsätzlich verändert, sondern nur erweitert, die Technik hat völlig neue mediale Kommunikationsmöglichkeiten eröffnet. Die Fragestellungen sind letztlich die gleichen wie früher, doch die Dynamik hat sich noch verschärft. Aber das ist für mein Konzept unerheblich. Denn in der Hauptsache kommt es hier auf die „direkte Kommunikation“, also face-to-face an. Ich habe aus diesen großen Fachgebieten nur die Themen ausgewählt, die für unsere Fragestellungen Gottesdienst/ Gemeindeaufbau relevant sind. In der dargebotenen Form ist es ein Kurs zur Qualitätsverbesserung und Schulung.

1. Arens, Heribert/ Richardt, Franzl Schulte, Josef/Homiletische
Arbeitsgruppe, Kreativität und Predigtarbeit, Vielseitiger Denken - einfallsreicher predigen, Mechen
Dieses tolle Buch gibt es noch bei eBay zu kaufen. Ich empfehle dazu die Laudatio von Prof. Dr. Jürgen Werbick für „Beste Predigt 2000“ zu lesen. Pater Heribert Arens ist ein echter Querdenker, der Prediger provoziert, aus dem üblichen Schema auszubrechen. Ich zitiere nur einen Auschnitt von Prof. Werbick, dem man die Faszination an der Arbeit von Heribert Arens noch abspürt: „Pfingsten, das Gründungsfest der Kirche. Aber es geht doch erst einmal um Gott, seinen Geist. Gott, Gottes Geist und Energie: Darauf käme man nicht automatisch. Die Gottesexperten und Kirchenleute scheinen ja nicht gerade vor Energie zu strotzen; sie wirken in der Regel eher schaumgebremst und - Gott sei’s geklagt - ausgebrannt. Ist Gott etwa da, wo eine Energie spürbar wird, die nicht im rasenden Leerlauf verpufft oder im Fanatismus der Verneinungen ausgelebt wird; eine Energie, die Menschen zu einer Herausforderung macht, für die man nur dankbar sein kann, zu einem Geschenk, über das man sich nicht genug wundern kann? Gottes Geist, die Mut-Energie, die uns - wenn es gut geht - der Resignation und dem Zynismus entrinnen läßt?“

2. „ Biblische Erfahrung im Spiel“, Wissenschaft und Praxis in Kirche und Gesellschaft, 68.  Jahrgang, Heft 4, April 1979
Aus diesem Heft verweise ich auf: Gerhard Marcel Martin, Bibliodrama als Spiel, Exegese und Seelsorge und Fritz Rohrer, Ausschnittberichte aus einem Bibliodrama.
Beide Autoren gehören zu den Spezialisten auf diesem Gebiet und haben weitere Bücher zum Thema geschrieben. Auch wenn ich mit Ihnen nicht immer übereinstimme, so halte ich doch eine Auseinandersetzung mit ihren Ansichten für sehr fruchtbar.


3.  Daucher, Hans / Seitz, Rudolf, Didaktik der bildenden Kunst
Moderner Leitfaden für den Unterricht, München

4. Fleischer, Rudi, Zeichen, Symbol und Transzendenz, in: Rainer Volp, Hersg.. Zeichen. Semiotik in Theologie und Gottesdienst, München/Mainz

5. Heinelt, Gottfried, Kreative Lehrer - kreative Schüler, wie die Schule Kreativität fördern kann, Freiburg

6. Kleemann, Jürg, Neue Modelle für den Gottesdienst in: Evang.  Zeitstimmen Nr. 47, Gottesdienst, mit Beiträgen von F. Kalb, H.H. Wolf und J. Kleemann, Hamburg

7. Krause, Siegfried, Darstellendes Spiel, Elementarszenische, Improvisationen, Spielpädagogische Verfahren, didaktische
Anstöße, Paderborn

8. Landau, Erika, Psychologie der Kreativität, München/Basel
Sehr gut, noch antiquarisch zu haben.

9. Rommel, Kurt, Hrsg., Familiengottesdienste im Kirchenjahr, Ostern-Himmelfahrt-Pfingsten, Mit einem Vorwort von Helmut Claß
Stuttgart

10.  Sikora, Joachim, Handbuch der Kreativ-Methoden,
Heidelberg
Lohnt sich immer noch zu lesen!

11.  Stolzmann, Klaus, Famillengottesdienste zum Abschluß einer thematischen Kindergottesdienst-Einheit, Gütersloh

12. Stork, Dieter, Praxishilfe: Verkündigung, Thema „Jesus“,
Gütersloh

13.  Wollschläger, Gerhard, Kreativität und Gesellschaft, Frankfurt

14. Arnheim, Rudolf, Anschauliches Denken zur Einheit von Bild und Begriff, Köln

15. Audivisuelle Glaubenserziehung, Hrsg. von Pierre Babin mit der katholischen Gruppe Monde et foi (Lyon) und dem Bureau de recherches catechetiques (Genf), Köln

16.  Beer, Ulrich/Erl, Willi, Entfaltung der Kreativität

17.  Corbach, Lisetotte, Vom Sehen zum Hören, Neue Folge, Biblische Kunstwerke zum Thema „Der Andere“, Göttingen

18. Hartwig, Helmut, Hrsg., Sehen lernen, Kritik und Weiterarbeit am Konzept Visuelle Kommunikation, Köln

19. Kerner, Günter / Duroy, Rolf, Bildsprache 1, Lehrbuch für den Sachbereich Bildende Kunst, Visuelle Kommunikation in der Sekundarstufe II, München

20. Kramer, Michael, Das praktische Rollenspielbuch, Theater als Abenteuer, Rollenspiele, Spielaktionen, Planspiele, Gelnhausen/ Berlin/ Stein

21. Kramer, Michael, Pantomime, 40 Spielstücke für Gruppen
Gelnhausen/Berlin

22. Ott, Marlis und Ulrich, Rollenspielen, Mimen, Tanzen, praktische
Möglichkeiten des Ausdrucks in Gruppen, Basel

23.  Rommel, Kurt, Familien im Gottesdienst, Texte, Lieder und Vorschläge für Familiengottesdienste und Veranstaltungen in der Gemeinde

24. Trebing, Ferdinand-Christian, Bilder sprechen lassen, Band 1, Textheft: Einführung in die Arbeit mit Bildern, Hammersbach

25. Volp, Rainer, Das Kunstwerk als Symbol, Ein theologischer Beitrag zur Interpretation der bildenden Kunst, Gütersloh

26.  Zeichen im Gottesdienst, Ein Arbeitsbuch von Günther Schiwy, Hellmut Geißner, Herbert Lindner, Heiner Michel, Herbert Muck, Klaus Pfitzner, Rainer Volp, München
27. EKD Handreichung „Kirche und Jugend. Lebenslagen – Begegnungsfelder – Perspektiven“, Gütersloh 2010

28. Jochen Arnold/Fritz Baltruweit/Hans Christian Brandy/Stefanie Wöhrle (Hg.), „Brannte nicht unser Herz?“, Auf dem Weg zu lebendigen Gottesdiensten, Reihe: gemeinsam gottesdienst gestalten 13, Hrsg. von Jochen Arnold, Michaeliskloster Hildesheim, Evangelisches Zentrum für Gottesdienst und Kirchenmusik, LVH 2010
Sehr empfehlenswerte Reihe!

29. Christian Trebing, Hrsg., Ich freue mich, Lieder zum Mitsingen, Notenausgabe, Wort im Bild, 2. Auflage 2009
Zum Liederbuch gibt es für die Gemeinde auch noch ein Textheft mit allen Liedern. Außerdem ist ein sehr günstiges Liturgieblatt (Karton) mit einer erneuerten Agende 1-Liturgie lieferbar, das verteilt werden kann. Neutral, für jede Gemeinde verwendbar.

30. Christel Quiring/Christian Heckmann, Hrsg., Graffiti, Rap & Kirchenchor, Jugendpastorale Herausforderungen der Sinus-Milieu-Studie U 27, Verlag Haus Altenberg, 2009

31. Peter Hahnen, Liederzünden!, Theologie und Geschichte des Neuen Geistlichen Liedes, Verlag Haus Altenberg/Lahn Verlag, 2009

32. Markus Roll, Ich fang einfach mal an, Über die Gemeindegründung Freiraum, Wort im Bild, 2009

33. Heike J. Schütz, Gottesdienste kreativ, Impulse und Gestaltungsideen, mit CD-ROM, Gütersloh 2010

34. Jochem Westhof, Hrsg., Familienkirche tut gut. Noch mehr Modelle für Gottesdienste mit Eltern und Kindern, Gütersloh 2010

35. Zeichen, Semiotik in Theologie und Gottesdienst, Hrsg. Rainer Volp, München/Mainz

36. Heinrich Balz, Theologische Modelle der Kommunikation, Bastian - Kraemer - Nida, Gütersloh 1978, Dissertation

37. Fritjof Gräßmann, Spricht Gott nur Hochdeutsch?, Über Sprache, Musik und Gemeinschaftsformen in der Kirche, Claudius 1985
Dieses Buch fiel mir jetzt wieder beim Stöbern in die Hand. Es formuliert viele unserer Probleme unter einem anderen Gesichtspunkt, aber manchmal messerscharf! Der Autor plädierte damals noch für einen „sanften“ Wandel. Ich weiß nicht, was er heute sagen würde... Aber mir wurde bei der Lektüre noch einmal klar, ein sanfter Wandel bringt zu wenig! Denn in den über zwanzig Jahren seit dem Erscheinen dieses Buches ist einfach zu wenig passiert. Die „normalen“ Gottesdienste sind, entschuldigt, ich muss es deutlich sagen, so „stinknormal“, dass man ungetröstet nach Hause geht. Zitieren wir noch einmal Frithjof Gräßmann: „Ich meine, daß die Wärme, Nähe, Überschaubarkeit und Vertraulichkeit einer Familie oder einer Arbeitsbesprechung gerade unsere ‘normalen’ Gottesdienste endlich erobern müßten!“ (S. 128)

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