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Das Judentum zur Zeit Jesu

Für die Ausbreitung des christlichen Glaubens war die Tatsache von außerordentlicher Wichtigkeit, dass ihm bereits durch das Judentum der Weg geebnet war. Die jüdische Bevölkerung im Römischen Reich war größer, als von den meisten gedacht. Dafür gibt es zahlreiche Belege. So zitiert Josephus in seinen „Jüdischen Altertümern“ Strabon, der schreibt, „daß zu der Zeit, als Sulla nach Griechenland zog, um gegen Mithridates zu kämpfen, und den Lukullus entsandte gegen den Aufstand in Kyrene (88 v. Chr.), die ganze Welt von unserem (dem jüdischen) Volke voll war.“ (AJ XIV, 7.2. §§16-19, zit. nach Umwelt des Urchristentums, Bd. II, S.235)

So gab es nach Strabo in der Welt ringsumher keinen Ort, in dem dieser „Volksstamm“ nicht zu finden war. Man sei auch bemüht gewesen „die jüdischen Bevölkerungsteile außerordentlich zu vergrößern und zu vermehren, indem sie die väterlichen Gesetze der Juden annahmen.“ (ebd., §§ 25-27)
In Alexandria gab es einen großen Stadtteil, der einer eigenen jüdischen Gerichtsbarkeit unterlag. Ein Ethnarch regierte das Volk „wie der Herodes eines selbständigen Staates“ (ebd., §31).

Die jüdischen Wallfahrtsfeste hatten zur Zeit Jesu eine große Bedeutung. Philo schreibt dazu: „Viele Tausende aus vielen tausend Städten kommen von Ost und West und Süd und Nord teils zu Lande, teils zu Wasser zu jedem Feste zum Tempel als zu einem allgemeinen Zufluchtsort und einer sicheren Einkehrstätte vor dem vielgeschäftigen und ruhelosen Leben, um hier Stille zu finden, und befreit von den Sorgen, von denen sie seit früher Jugend gefesselt und gedrückt werden, eine kurze Zeit aufatmend in heiterem Frohsinn zu verleben; voll guter Hoffnungen halten sie die überaus nötige Ruhezeit mit frommer Verehrung Gottes, wobei sie auch mit bisher Unbekannten Freundschaft schließen und unter Schlacht- und Trankopfern sich innerlich verbinden und zu fester Treue und Eintracht.“
(Philo von Alexandrien, Spec. I, 69-70. Zitiert nach: Umwelt des Urchristentums, Bd. II, S.243)
Mancher hat sich sicher schon gefragt, warum Paulus seine ersten Missionsreisen nach Kleinasien unternahm. Auf dem Hintergrund der folgenden Nachricht wird das deutlich. So wurden Juden aus Babylon schon von Antiochos nach Phrygien und Lydien umgesiedelt, um beruhigend auf dortige Aufständische zu wirken. Sie erhielten Siedlerland und Bauplätze, Weinstöcke zum Pflanzen und zehn Jahre Steuerfreiheit. Zweitausend jüdische Familien kommen ausgestattet mit Sonderprivilegien für die alttestamentliche Gottesverehrung so nach Kleinasien, weil sie wegen ihrer „Gottesfurcht“ als zuverlässig galten.

Johannes der Täufer, den wir Christen als Vorläufer Jesu verstehen, dessen Name von seinem Vater Zacharias auf ein „Holztäfelchen“ geschrieben wurde, wird bei Josephus sehr positiv gewürdigt. In seinem Geschichtswerk Antiquitates Judaicae  finden sich folgende Aussagen: „Diesen nämlich hat Herodes umgebracht, obwohl er ein guter Mann war und die Juden zu einem tugendhaften Leben aufgefordert hatte, nämlich Gerechtigkeit untereinander zu praktizieren und Frömmigkeit gegenüber Gott, und sich so der Taufe zu unterziehen. Die Taufe werde sich so als Gott wohlgefällig erweisen, nicht als Vergebung begangener Sünden, sondern zur Heiligung des Leibes, da die Seele ja durch Gerechtigkeit schon zuvor gereinigt worden sei. (118) Und als sich die Menschen (um Johannes) versammelten, weil sie nämlich an seinen Worten allergrößten Gefallen fanden, fürchtete Herodes, er könnte durch eine derart große Überzeugungskraft auf die Menschen einen Aufstand entfachen, schienen sie doch bei allem, was sie taten, seinem Rat zu folgen, und hielt es für besser, ihn, bevor er einen Aufstand verursachte, zuvorzukommen und ihn zu beseitigen...(119)...Nach der Meinung der Juden aber war der Untergang seines Heeres die Vergeltung für Johannes, weil Gott ihn dafür strafen wollte.“ (AJ 18,117f)
Johannes der Täufer erscheint in dieser Replik des Josephus als tugendhafter Lehrer mit großem Ansehen, dessen Lehren geradezu philosophischen Charakter haben, dessen Leben aber durch eine politische Intrige des Herodes Antipas beendet wurde. Damit ist die Umkehrbotschaft des Johannes bei Josephus aber auf eine antike Religionsphilosophie geschrumpft, die Menschen einleuchten soll, denen das Einhalten der (göttlichen) Gesetze wichtig ist. Wir erfahren aber ganz nebenbei eine Abgrenzung der johanneischen Taufe gegen die christliche Taufe. Die Johannestaufe, so behauptet Josephus, sei keine Taufe zur Sündenvergebung. Damit will er ihn aus der christlichen Interpretation, er sei ein heilsgeschichtlicher Vorläufer Jesu, wieder ins Judentum zurückholen. Johannes war nach dem Urteil des Josephus ein angesehener jüdischer „Philosoph“ und hat mit Jesus nichts zu tun.
Für unsere Arbeit ist wichtig, dass die Überlieferung bei Josephus in all ihrer tendenziösen Absicht die historische Verschränkung des Täufers mit den Herrschenden seiner Zeit genauso festhält, wie es die Evangelien berichten. Der Knackpunkt in beiden Überlieferungen ist die Täuferkritik an der ungesetzlichen Ehe des Herodes Antipas mit Herodias, der Frau seines Bruders. Hier wird deutlich, dass die Evangelien sehr wohl die historischen Umstände des Lebens und Wirkens Jesu zuverlässig zur Sprache bringen. Sie stellen die Berichte immer in den geschichtlichen Rahmen der Zeit und halten damit fest, dass es nicht um beliebige Aussagen geht, sondern dass Jesus ein Mensch in einer konkreten Geschichte war. Sein Kommen und Gehen kann nicht auf eine „Bedeutsamkeit“ reduziert werden, auf eine ungeschichtliche „Wahrheit“, sondern sein Leben ist Teil der Weltgeschichte, ja es ordnet die Weltgeschichte neu, wie es die Kirche später durch die Zählung der Jahre nach der Geburt Jesu vollzogen hat.
Das Kommen Jesu in diese Weltgeschichte ist so bedeutsam, dass es ein „Vorher“ und ein „Nachher“ gibt. Deshalb sind für unser Verständnis des Evangeliums gerade die historischen Angaben sehr wichtig. Sie markieren den Boten Gottes als einen wirklichen Menschen in der gelebten Zeit, dessen Interesse an den Menschen so groß ist, dass er ihre leiblichen und psychischen Probleme ernst nimmt, Dämonen austreibt, heilt und den Hunger stillt.

Josephus, der seine „Jüdischen Altertümer“ etwa im Jahre 100 n. Chr. aufschreibt, hat offensichtlich gute Quellen für das Leben Johannes des Täufers. Durch seine „Brille“ gesehen, bleiben trotzdem die wesentlichen „Facts“ über, die wir auch aus den Evangelien kennen. Warum sollte es also nicht möglich sein, schon Jahrzehnte vorher diese Fakten in den christlichen Quellen aufzuschreiben?

Schon Cäsar reihte sich nach den Belegen bei Josephus in die Reihe derer ein, die ein gutes Verhältnis zu den Juden im Römischen Reich anstrebten. Er sichert der hohenpriesterlichen Familie in Jerusalem zu, „was nach ihren Gesetzen an hohenpriesterlichen Rechten und allgemeinen Vergünstigungen“ ihr zusteht. Außerdem ordnet er an: „Wenn über jüdische Einrichtungen unter Juden ein Streit ausbricht, so soll er (der Hohepriester) die Macht haben, darüber zu entscheiden. (Umwelt des Urchristentums, Bd. 2, S. 237)

Ein weiterer Beleg bei Josephus ist eine Anordnung des Gaius Julius, der Prätor und Konsul in Paros war: „Ebenso gestatte auch ich, (wie es Caesar ausdrücklich tat) obgleich ich alle sonstigen Versammlungen verbiete, den Juden allein, sich nach den Sitten und Gebräuchen ihrer Väter zu versammeln und Gastmähler zu halten.“ (ebd. S.237) Die Juden sind mit dem Hinweis auf die Sabbatheiligung auch vom Kriegsdienst im römischen Heer befreit, denn sie dürfen am Sabbat „weder Waffen tragen noch marschieren“ (ebd., S.238). Daher wird den Juden in Ephesus die Befreiung vom Wehrdienst gewährt, auch dürfen sie „nach ihren überkommenen Gesetzen leben“, sich an die „vorgeschriebenen Kulthandlungen“ halten und die „für den Opferdienst erhobenen Abgaben“ einsammeln. (ebd., S.238) Dann kommt der interessante Satz: „Auch bestimme ich, daß ihr dies allen Städten schreibt.“ (ebd.) Wir sehen auch hier, welche bedeutende Rolle schriftliche Bekanntmachungen hatten.
Soweit die Belege von Josephus für die besonderen Rechte einer über das ganze Römische Reich verstreut lebenden jüdischen Bevölkerung. Aber auch der bereits zitierte Philo von Alexandrien, der große hellenistisch-jüdische Philosoph, weiß aus der Zeit des Augustus zu berichten, dass dieser sich nie als Gott titulieren lassen wollte und den Juden sein Entgegenkommen bewies. Es gab in Rom eine große Vorstadt „jenseits des Tibers“ (ebd. S. 239), die von Juden bewohnt war. Es gehörten ihnen auch die Häuser. Einst waren sie als Sklaven nach Rom gekommen, jetzt waren sie römische Bürger, die zu keiner Abschaffung irgendwelcher überkommener Gebräuche gezwungen worden waren. So wusste Philo wohl, dass sie Synagogen hatten und sich an den Sabbaten versammelten und in der Weisheit der Väter unterwiesen wurden.

Diese jüdischen Sonderrechte im Römischen Reich und die weite Verbreitung der jüdischen Bevölkerung wurden später wichtig für die rasche Ausbreitung des christlichen Glaubens. Denn die christlichen Missionare von Petrus über Paulus und Barnabas hielten ihre „Evangeliumsvorträge“ zunächst immer in den lokalen Synagogen oder Treffpunkten jüdischer Kultgemeinden. Erst wenn sie von dort vertrieben wurden, sprachen sie in gemieteten Räumen oder in den Häusern von Neubekehrten. In jeder Stadt, die Synagogen hatte, gab es Anlaufpunkte für die Mission. Besonders die jüdischen Proselyten waren sehr empfänglich für die neue Botschaft, denn in die neue Gemeinschaft konnten sie ohne Vorbehalte eintreten. Hier mussten sie sich nicht mit der Rolle von Randsiedlern begnügen, sondern ihre biblische Überzeugung konnte in der „ekklesia“ gelebt werden. Zumeist entstammten sie einer gebildeten Schicht, die sich vom universalen Rettungsangebot des Messias Jesus überzeugen ließ. Diese kultlose, auf Gottesglauben und barmherzige Liebe konzentrierte Gemeinschaft, war für sie attraktiver als ausgrenzende Frömmigkeit des jüdischen Glaubens. Ich denke, dass die weite Verbreitung des Judentums mit ihrem proselytischen Umfeld der Gottesfreunde erst den durchschlagenden Erfolg der christlichen Mission ermöglichte. Denn es waren zumeist Judenchristen, die Juden missionierten und ihnen anhand der „Schrift“ die Heilsgeschichte des göttlichen Handelns im Messias Jesus aufzeigten. Diese ganze Kultur wurde also von einer Bevölkerung getragen, die tagtäglich mit schriftlichen Zeugnissen umging und es gewohnt war, durch schriftliche Zeugnisse zu kommunizieren und zwar im persönlichen und öffentlichen Bereich. Nur auf diesem Hintergrund können wir das Leben und die Vorgehensweise Jesu beurteilen.

Im Mittelpunkt des geistlichen Lebens des Judentums stand der Synagogengottesdienst. Er ist einzigartig in der Antike und ist fest mit der Sabbatfeier verbunden. Entstanden ist er in der tempellosen Zeit des Exils. Seine Form in einer Mischung aus Versammlung und Gottesdienst hatte zu einer Verinnerlichung der Frömmigkeit geführt.

Der Synagogengottesdienst konnte am Vormittag oder auch am Nachmittag stattfinden, außerdem gab es Wochengottesdienste an den Markttagen Montag und Donnerstag, an diesen Tagen fasteten die Pharisäer (nach Lukas 18,12).
Der Synagogengottesdienst besteht aus einem liturgischen Teil mit dem gemeinsam rezitierten Schema Israel mit seinen Benediktionen, dem Achtzehnbittengebet (Thephilla), dem Quaddischgebet, dem aaronitischen Segen und einem lehrhaften Teil mit der Toraverlesung, der Prophetenlesung und der Predigt.

Die Tora wurde von einer Anzahl vorher ausgewählter Vorleser der Gemeinde dargeboten und für die des Hebräischen nicht mehr Kundigen in das Aramäische übersetzt. (Vgl. dazu Umwelt des Urchristentums, Bd. 1, S.212)
Diese Gottesdienstform mit einer starken Betonung verschriftlichter Formen als Grundlage eines geregelten Ablaufes und einer zuverlässigen Traditionsvermittlung in den Alltag des Menschen stand Pate bei der Entstehung des christlichen Gottesdienstes. Alttestamentliche Gebete und Lesungen sind bis heute seine Grundlage geblieben, weil Christen die Einheit der Testamente in der Kontinuität der Heilsgeschichte Gottes wichtig ist. Für mich ist dieser Hintergrund auch die Basis zur Erkenntnis, dass schriftliche Tradition aus der Lebenszeit Jesu für die Entstehung des christlichen Gottesdienstes zentral wichtig war. Das Geschehen um Jesus wurde als Erfüllung der „Schrift“ erkannt und zusammen überliefert. Obwohl man noch die alten Psalmen sang, entstanden schon Hymnen auf den Messias Jesus und zu den alten Dankgebeten traten die neuen von Jesus gelehrten Gebete. All das wurde, wie wir es auch in Qumran sehen, verschriftlicht, um es gemeinsam zu nutzen. Denn nur was es schriftlich gab, konnte anschließend in Gruppen auch gelernt werden. Analog zum jüdischen Unterrichtsverfahren, spielte die „Lehre“ auch im Christentum eine überragende Rolle, die Schriftgelehrten waren auch hier die Träger und Vermittler der Überlieferung des Messias. Viele Schriftgelehrte sind Christen geworden und haben für den starken judenchristlichen Akzent in der Gemeinde von Jerusalem gesorgt.

Lange Zeit wurde von einigen Forschern vertreten, dass Naherwartung und Traditionsbildung sich nicht miteinander vertragen würde. Dieses beliebte Argument gegen eine frühe Verschriftlichung ist auch durch das Spätjudentum widerlegt. Peter Stuhlmacher weist nachdrücklich darauf hin: „Seit der Auffindung der Qumrantexte ist die Anschauung, daß sich Naherwartung und literarische Traditionsbildung im frühjüdisch-urchristlichen Traditionsraum ausschließen, überholt. Die Essener haben gerade aus Gründen der Naherwartung eine höchst aktive literarische Produktion und Traditionspflege entfaltet. Was für die Qumrantexte historisch festzustellen ist, muß auch für den Jesuskreis und die Urgemeinde als möglich gelten. Fixierung und Weitergabe von Jesustradition können darum durchaus als überlieferungsgeschichtlich ursprüngliche Phänomene angesehen werden!“
(Peter Stuhlmacher, Zum Thema: Das Evangelium und die Evangelien, in: Das Evangelium und die Evangelien, S.6)

Schon seit dem ersten Auftreten der Apostel am Pfingstfest zogen Hunderte, vielleicht Tausende Neubekehrte von Jerusalem wieder zurück in ihre Städte am Mittelmeer oder in die römischen Provinzen. Was nahmen sie mit? Doch nicht nur die mündliche Verkündigung der Apostel! Sie wollten wissen, wie ein neues Leben mit Jesus, dem Messias, aussehen sollte. Sie schrieben sich auf, was Jesus gesagt hatte. Sie wurden unterwiesen und getauft, sie erhielten Geschichten und Begebenheiten aus dem Leben Jesu.
Wer einen solchen Schritt in ein neues Leben tut, ist wissbegierig und motiviert. Er will andere überzeugen, dass die „Zeit erfüllt ist“. Dazu muss er mehr mitnehmen, als ein paar gute Worte. Die Möglichkeiten waren da, überall gab es billige Schreibtäfelchen und Tinte zu kaufen. Man ließ sich von den griechisch sprechenden Jüngern die Worte Jesu nacherzählen und schrieb sie auf. Nichts anderes steckt doch hinter den teilweise wörtlich mit den Synoptikern übereinstimmenden Jesuslogien, die im Umfeld der frühen christlichen Bevölkerung Ägyptens überliefert wurden.
Den Prozess der Verschriftlichung und schriftlichen Weitergabe der Jesusgeschichte, also des Evangeliums im umfassenden Sinne, können wir uns gar nicht kreativ genug vorstellen. Es herrschte eine Aufbruchstimmung in der ersten Christenheit, eine Euphorie, die angetrieben wurde aus den Erscheinungen des Auferweckten. Dem ängstlichen Abwarten war eine Freude an der Mission der Glaubensgenossen gewichen. Wir sehen das doch am Pfingstereignis, die Freude der Jünger war so stark, dass man sie für Betrunkene hielt! Es muss auch für Skeptische eine unglaubliche Ausstrahlung von den Jüngern ausgegangen sein, dass sie zu solch beleidigenden Worten griffen. Die Frohe Botschaft Jesu stellte sich wirklich als froh-machend heraus, das Evangelium fand nicht nur Hörer, sondern auch Schreiber!

Gehen wir noch einmal zurück zur Jesusgeschichte und ihrer Überlieferung durch die Augenzeugen. Mündliche und schriftliche Vermittlung des Evangeliums laufen immer parallel, denn sie bedingen sich gegenseitig.

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